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Gefiederkunde Allgemein Drucken
30.07.2006

Inhalt:

  1. Gefiederkunde
  2. Aufbau des Gefieders
  3. Zeichenerklärung und Abkürzungen
  4. Begrifferklärungen
1. Gefiederkunde
Die Gefiederkunde ist im weitesten Sinne das Sammeln, Bestimmen, Katalogisieren und Auswerten von einzelnen Federn oder von ganzen Rupfungen oder Federn von Todfunden oder Präparaten. Dabei sind auch die verschiedenen Geschlechter, Kleider und das Alter des Vogels wichtig, da sich das, besonders bei größeren Vögeln, auch auf die Größe oder Färbung der Federn auswirkt. Die meisten "Gefiederkundler" interessieren sich Hauptsächlich für die nähere Umgebung, das wäre hier Mittel oder auch ganz Europa. Durch die vielen Ausnahmeerscheinungen, Unterarten oder auch Al binos oder Teilalbinos gibt es eigentlich ständig etwas Neues.

Rupfungskunde kann man als ein Teilgebiet bezeichnen. Es befasst sich mit den Rupfungen beispielsweise eines Fuchses oder Greifvogels indem die Federn aufgesammelt, georndnet und meistens aufgeklebt oder anderes aufbewart und ausgewertet werden. Eine Rupfung ist eine Ansammlung von Federn, welche von einem Raubtier vor dem Fressen der Beute entfernt wurden.

2. Aufbau des Gefieders
Hier erklärt an einem Mäusebussardflügel (grün eingefärbt)

   
Handschwingen Armschwingen
   
Große Handdecken Große Armdecken
   
Alula + Mittlere Handdecken Mittlere Armdecken
   
 Kleine Handdecken Kleine Armdecken + Schulterfedern

  3. Zeichenerklärung und Abkürzungen

H Einzelne Handschwinge bzw. Gesamtheit aller Handschwingen (Assoziationen bei allen anderen Federarten gleich)
A Armschwinge
S Steuerfeder
GrHd Große Handdecke
GrAd Große Armdecke
MHd Mittlere Handdecke
MAd Mittlere Armdecke
Al Alula (Daumenfittich)
KlHd Kleine Handdecke
KlAd Kleine Armdecke
Sf Schulterfeder
Brf Brustfeder
Bf Bauchfeder
OSd Oberschwanzdecke
USd Unterschwanzdecke
Df Sonstige Deckfeder
m Männchen / männlich
w Weibchen / weiblich
Ad. Adult
Immat. Immatur
Juv. Juvenil
SK Schlichtkleid
PK Prachtkleid
oB Ohne Bild - Die Seite enthält lediglich Beschreibnungen zu den Federn aber keine Bilder

  4. Begriffserklärungen

Prachtkleid
Vorallem in den Frühlings- und Sommermonatenzur Balz- und Brutzeit, meist auffällig gefärbtes Federkleid
Schlichtkleid
In den Herbst- und Wintermonaten undauffällig gefärbtes bzw. wenig gemustertes Federkleid
Adult Ausgefärbter, ausgewachsener Vogel
Immatur
Unausgefärbter Vogel. Das heißt er befindet sich mit seiner Gestalt zwischen Jungend- und Alterskleid
Juvenil
Jungvogel, kann sich aber auch auf die Färbung eines Tieres im ersten Winter/Sommer beziehen
Geschlechtsdimorphismus
Großer Unterschied zwischen Männchen und Weibchen. Kann sich auf die Größe, die Färbung oder Ähnliches beziehen
 
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